Auch Papiere finden ihre Ordnung

Im September lag der Projektfokus auf den Ausreisepapieren, wo zwischen verschiedenen Institutionen noch so manch unerwartete Hürde zu nehmen galt.

Die Senegalesische Botschaft fand im September wieder in ihren Arbeitsrhythmus, nur waren bei Ihrem Umzug alle Anträge verschütt gegangen. Für Babakars Ausreise mussten nun alle Dokumente inklusive Fotos neu eingereicht werden.

Bis dahin war schon so viel Zeit vergangen, dass bei der Zentralen Rückkehrberatung beinahe eine Terminfrist überschritten wurde, was die Verfügung über die schon zugesagten Gelder hätte beeinträchtigen können.
Nur mit Unterstützung von Berliner Freunden kamen die Papiere noch in letzter Minute  auf den richtigen  Schreibtisch.


In dieser ganzen Aufregung verlor Babakar auch noch seine deutschen Papiere und seine senegalesische Carte d'Identité. Die Polizei in Prien versprach Mithilfe, stellte aber keine Verlustanzeige aus, so dass in München  bei der ZAB beinahe die Verlängerung seiner Duldung nicht ausgestellt worden wäre .

Auch die geplante Bankkontoeröffnung im Senegal um den sachgemäßen Erhalt des Projektgeldes sicherstellen zu können würde ohne Carte d'Identité nicht möglich sein.


Aber nach  einer Woche Tumult um die Papiere fand sich alles wieder. Auch die Carte d'Identité, die Babakar persönlich von der Priener Polizei übergeben wurde.