Erste Reise in den Senegal

Uta Mewes war die Erste aus unserer Projektgruppe, die Babakar daheim besuchte. 
12 Tage lebte sie mit seiner Familie, wurde ins Alltagsleben integriert und lernte die Lebensbedingungen in Babakars Umfeld hautnah kennen.


Um Zusammenhänge besser zu verstehen, stattete Uta auch dem Dorf Musa einen Besuch ab. Anhand zahlreicher verlassener und verfallener Häuser ließ sich erahnen, wieviele Menschen den Ort bereits verlassen hatten, weil ihnen dort jegliche Lebensgrundlage fehlte.
Nur an einer Stelle keimte neues Leben. Ein Bruder von Babakar hatte sehr liebevoll eine Mango- und Bananenplantage angelegt. Auf diesem Grundstück befanden sich auch die früher bereits einmal genutzten Hühnerställe.
Auch auf einem Stück von Babakars Land, das Sonnenglut und Wind ausgesetzen war, da es kaum noch schattenspendende Bäume gab, wurde der Boden wieder urbar gemacht. Die erste Erdnussernte konnte eingebracht werden und überall trockneten Erdnüsse und das dabei gewonnene Stroh in großen Haufen.
Babakar beschrieb, wo einst die Tomaten wuchsen, zeigte Uta den Wasseranschluss und die zerstörte Wasseruhr.
Dieser Ort, Musa  und seine Ländereien, hatte schon bessere Zeiten gesehen.
Es kam das ein oder andere Mal die Frage auf, was hier am Ende wirklich möglich sein würde.


Des Weiteren lernte Uta auch Asane Lo, den Kindheitsfreund von Babakar kennen, der während Babakars Zeit in Prien der Vertreter und Koordinator im Senegal war.
Asane Lo war über die letzten Monate für das Projektteam zu einem Vertrauten geworden, mit dem offen über alle Themen gesprochen werden konnten. So integer und freundlich erlebte ihn Uta dann auch im Senegal.
Er war einer der Wenigen in Babakars Umfeld, die ihm Mut zusprachen, das Projekt anzugehen, zurückzukehrern und zuhause etwas für und mit seiner Familie aufzubauen. 


Ansonsten stieß seine Rückkehr bei vielen seiner Freunde und Bekannten auf völliges Unverständnis. Wer in Europa war, hatte es ihrer Meinung nach doch geschafft, war wohlhabend und konnte doch von dort seine Familie viel einfacher unterstützen.

Sein Projekt stellt Babakar nach wie vor vor den ein oder anderen sozialen Konflikte und erfordert viel Geduld und erklärende Gespräche um seine Mitmenschen von seinen fortschrittlichen Ideen zu überzeugen.