Reisebericht Caro Thaller - Teil 1.2

Die Melonenplantage in Wande

Ein anderer  Ausflug ging nach Wande, um die sieben Hektar Melonen anzusehen und um zu prüfen, ob vor Ort alles rund läuft.
Beim ersten Feld angekommen war ich wenig beeindruckt. Auf circa eineinhalb Hektar Fläche lagen ab und zu grüne Kugeln in der Größe eines Tischtennisballes herum. Das sei, da diese Melonen erst vor kurzem etabliert worden waren. Ich blieb skeptisch.
Unter dem Schatten eines Baumes waren dagegen große Melonen zu finden.
Für mich ein Indiz, dass ein Agroforstsystem auf dieser Fläche durchaus sinnvoll wäre.


Schon vorher war ich von senegalesischen Landwirtschaftsexperten darauf hingewiesen worden, dass Agroforstsysteme im subsaharischen Afrika ein gut funktionierende Methode in der Landwirtschaft darstellen. Durch Bäume und Büsche auf den Feldern wird der Boden mit ausreichend Biomasse versorgt, die Wasserspeicherkapazität verbessert und den Feldfrüchten an heißen Tagen Schatten gegönnt. 
Vielleicht könnte man Babakar von dieser Art der Bewirtschaftung erzählen und ihn eventuell zu einem Testlauf überreden.

Wie so oft in diesem Land, wurde ich kurz darauf überrascht. Die anderen Hektar waren voll mit großen grünen Melonen. Eine Frucht fiel herunter und der Geschmack und die Optik haben mich durchaus überzeugt!
Bald soll auch hier geerntet werden...