Reisebericht Caro Thaller - Teil 2

Die Eröffnungsfeier des "Prine am Kinze Prestige"

Als ich nach einer Woche wieder zu Babakar nach Kaffrine zurückkehrte, war der Saal fertig renoviert und die Vorbereitungen für die große Eröffnungsfeier schon im Gange.
Am Tag des Festes, standen wir noch früher auf als sonst, fütterten die Hühner und fuhren zum „Prime am Kinze Prestige“. Ich ging mit den Köchinnen auf den Markt, um die Zutaten für das Dinner einzukaufen, die Männer putzten den Boden und richteten die Tische zurecht. Nach dem Einkauf ging das große Kochen los. Sechs Köchinnen und ich schnippelten, rührten und kneteten fleißig, um das Menü zu zaubern. Es gab Fleischspieße mit selbstgemachten Pommes und Salat, danach einen Dessertteller mit einer Varietät hausgemachter Kekse und Kuchen mit Melone. Die Gäste waren für halb neun geladen. Als wir genau zu diesem Zeitpunkt fertig mit allen Vorbereitungen waren, gingen plötzlich alle nach Hause. Als Babakar meine Verwirrung bemerkte, erklärte er mir, dass die Einladungen in senegalesischer Zeit formuliert worden waren: halb neun steht drin, halb elf kommen die Gäste. Als wir um zehn zurück in den Saal kamen, waren tatsächlich erst eine Handvoll Gäste gekommen. Die Rechnung ging auf.
Während des gesamten Abends herrschte eine gute Stimmung. Die Gäste schienen begeistert von der Gestaltung des neuen Saals, sowie vom Essen. Nachdem die Tische wieder leergeräumt waren wurden Reden gehalten, getanzt und gesungen. Babakar genoss die Feier still im Hintergrund. Auch als eine Rede über den Erfolg seines Projektes gehalten wurde, lächelte er beim Applaus nur verschmitzt. Alles in allem war die Feier ein voller Erfolg! Nun mache ich mich wieder auf den Weg in die Heimat und der Betrieb im Saal geht richtig los. Wie es dort weiter läuft wird Uta berichten, die  in wenigen Wochen  wieder zu Babakar fährt.